Zeiterfassung, die das Arbeitszeitgesetz mitliest.
Arbeitszeit zu erfassen ist das eine. Zu merken, dass ein Mitarbeiter gestern elf Stunden gearbeitet und heute früh wieder gestempelt hat, ist das andere. Genau das prüft das System automatisch — beim Stempeln und noch einmal für den ganzen Monat.
Was konkret geprüft wird
Nicht als Textbaustein, sondern als Regel im Code — mit den Grenzwerten des Arbeitszeitgesetzes:
- § 3 Höchstarbeitszeit: über 8 Stunden gibt es einen Hinweis, dass ein Ausgleich im Abrechnungszeitraum nötig wird — über 10 Stunden einen Verstoß.
- § 4 Pausen: ab 6 Stunden Anwesenheit müssen 30 Minuten Pause gebucht sein, ab 9 Stunden sind es 45 Minuten.
- § 5 Ruhezeit: zwischen Gehen und dem nächsten Kommen müssen 11 Stunden liegen.
- § 9 Feiertagsarbeit: wird als Hinweis gemeldet, damit die Ausnahmegenehmigung geprüft wird.
Beim Gehen an der Stempeluhr sieht der Mitarbeiter den Hinweis sofort. Die vollständige Prüfung inklusive Ruhezeit über den Tageswechsel hinweg läuft im Zeitnachweis über den ganzen Monat. Zusätzlich meldet das System unstimmige Pausenbuchungen — etwa ein Pausenende ohne Anfang.
Stempeluhr als Terminal
Anmeldung mit vier- bis sechsstelliger PIN, die nur als Hashwert gespeichert wird. Gebucht werden Kommen, Gehen, Pausenanfang, Pausenende und Dienstgang — und zwar nur das, was im aktuellen Zustand erlaubt ist. Zu viele Fehlversuche von einem Gerät sperren vorübergehend.Zeitnachweis mit Korrekturen
Der Monat auf einen Blick: Kommen, Gehen, Pausenminuten, Ist- und Sollstunden, Saldo, Feiertage und alle ArbZG-Befunde. Fehlbuchungen lassen sich nachtragen und ändern — jede Korrektur bleibt als solche gekennzeichnet. Der fertige Nachweis geht als PDF heraus.Arbeitszeitmodelle
Vollzeit, Teilzeit, Gleitzeit und Schicht, jeweils mit Wochenstunden und Stundenverteilung über die einzelnen Wochentage. Dazu feste Pausen und Zuschläge, die sich nach Zeitfenster und Wochentag richten und bereits auf eine Lohnart abgebildet sind.Urlaub mit Genehmigung, Fehlzeiten ohne
Urlaubsanträge durchlaufen einen echten Weg von beantragt über genehmigt oder abgelehnt bis storniert; wer nicht genehmigen darf, sieht nur die eigenen Anträge. Krankheit, Kind krank, Elternzeit oder Berufsschule werden dagegen direkt erfasst, samt Attest-Vermerk.Lohnexport als CSV
Zwei Dateien: eine Übersicht mit Ist, Soll, Saldo, Urlaub und Krankheit — und ein Lohnarten-Export im DATEV-Format mit Personalnummer, Lohnart, Menge und Monat.Vom Stempeln bis zur Lohnabrechnung
Was am Terminal gebucht wird, läuft ohne Zwischenschritt in den Monatsnachweis und von dort in den Lohnexport. Die Lohnarten sind bereits zugeordnet, sodass die Übergabe an die Lohnbuchhaltung eine Frage von Minuten ist statt eines Abtippens.
Die Stempeluhr läuft im Browser auf jedem Gerät mit Bildschirm — ein Tablet an der Hallentür genügt, spezielle Terminal-Hardware ist nicht nötig. Wie Ihre Abrechnung im Detail aussieht und welche Lohnarten Ihr Mandant verwendet, stimmen wir bei der Einführung ab.
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